Wer jung ist, der denkt häufig nicht an die Zukunft und möchte den Augenblick genießen. Wenn Menschen dann im Erwerbsleben stehen, bleibt aufgrund vieler persönlicher Verpflichtungen zuweilen nicht viel Geld übrig, um es auf die hohe Kante zu legen. Im Alter stehen viele Bundesbürger ratlos da, weil sie für ihre Gesundheit oder Pflege Geld benötigen, das sie niemals angespart haben. Es ist demnach schon in jungen Jahren wichtig, an die Altersvorsorge zu denken.

Grundsätzliche Risiken und Hinweise

Mit jedem Lebensjahrzehnt ändert sich nicht nur die persönliche Situation eines Menschen unmerklich, sondern auch seine finanzielle und nicht zuletzt gesundheitliche Lage. Daher ist es wichtig, so weit wie möglich vorauszuplanen. Wer eine Familie hat, sollte soweit wie möglich vorausplanen, wie viel Geld er wie lange für seine Kinder aufbringen muss. Wer ein Haus baut und dieses abbezahlen muss, sollte sich über die langfristigen Kosten frühzeitig klar werden. Daneben ist es sinnvoll, realistisch seine Aufstiegschancen im Job einzuschätzen und laufende Kosten stets im Blick zu haben. Im Zeitalter von Internet und Computern ist dabei die Führung eines Haushaltsbuches umständlich, spezielle Programme für Privatfinanzen, zum Beispiel von der Freiburger Softwarefirma Lexware ermöglichen es Menschen vieler Altersstufen und aller Berufssparten, ihre Einkünfte und Ausgaben im Blick zu haben. Auf jeden Fall sollten sich Familiengründer darüber klar werden, wie sie im Todesfall ihre Angehörigen unterstützen. Wer darüber hinaus noch einen großen Immobilienkredit abzahlen muss, der sollte sich überlegen eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Diese sorgt im Falle eines überraschenden oder frühen Todes für das Auskommen der Familie und für die Tilgung der Schulden.

Riester-Rente, betriebliche Altersversorgung

Bei der 2002 durch das Inkrafttreten des Altersvermögensgesetzes (AVmG) für die Bundesbürger möglich gewordenen Riester-Rente handelt es sich um eine Privatrente. Diese wird durch die Chancen auf Sonderausgabenabzüge und durch staatliche Zulagen gezielt gefördert. Man nennt sie deshalb im Zuge mit der Rürup-Rente. Beide genannten Formen werden zur dritten Säule oder der zweiten Schicht der Altersvorsorge gerechnet. Die Rente umfasst dabei sehr viele unmittelbar zulageberechtigte Personen, neben rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern und Selbstständigen beispielsweise auch Bezieher von Kranken- oder Arbeitslosengeld. Bei der Riesterrente dürfen pro Jahr 2.100 Euro steuerfrei eingezahlt werden.

Die betriebliche Altersvorsorge wird vielen Arbeitnehmern in der Bundesrepublik angeboten. Nicht alle nehmen sie an. Es ist auf jeden Fall eine Erwägung wert, um für das Alter vorzusorgen. Denn bei dieser Form können 4.400 Euro steuerfrei und 2.640 Euro sozialversicherungsfrei eingezahlt werden. Wer sich beispielsweise dabei 200 Euro vom Bruttolohn abziehen lässt, verdient nur etwa 100 Euro weniger. Eine Abgeltungssteuer ist bei der betrieblichen Altersvorsorge auch nicht zu zahlen, was es zu einer realistischen Chance werden lässt. Insbesondere junge Leute sollten sich diese Form einmal durch den Kopf gehen lassen.

Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland hat kein gutes Image. Dabei garantiert sie einen gesetzlichen Anspruch auf Rentenleistungen. Die eingezahlten Summen nutzen hingegen den jetzigen Rentnern. Die gesetzliche Rente ist von der Inflation oder Schwankungen am Finanzmarkt unabhängig. Dies bedeutet, dass das eingezahlte Geld nicht entwertet wird. Kindererziehungszeiten werden angerechnet, selbst wenn keine Beiträge geleistet wurden. Trotz steigender Lebenserwartung und längeren Ausbildungszeiten wird das Eintrittsalter in die Rente lediglich um zwei Jahre angehoben. Als alleinige Vorsorge ist sie jedoch zu niedrig.

Wertpapieranlagen: Fonds, Aktien

Anlagen sind aufgrund der niedrigen Zinsen sinnvoll. Dabei sollten die Anlagen konservativ und dennoch flexibel getätigt werden, um eine Durchschnittsrendite von etwa 4 Prozent zu erzielen. Wichtig ist es für Interessierte, ihr Geld nicht langfristig zu binden. Sie sollten keine Risiken eingehen. Geld muss schnell verfügbar sein. Gerade mit zunehmendem Alter sollten die Anleger risikoärmer agieren. Ein guter Mix kann etwa aus 40 Prozent Aktien, 20 Prozent Anleihen, 15 Prozent Gold und 15 Prozent Tagesgeld als liquide Reserve bestehen. Einfacher geht es mit Fonds, hier sind besonders börsengehandelte zu empfehlen. Sie haben niedrige Kaufneben- und Verwaltungskosten und sind jederzeit handelbar. So können sie schnell wieder in Geld verwandelt werden und sind verfügbar.