23. April 2014 Keine Kommentare cb-makler Allgemein

„…Die aktuelle Reform der gesetzlichen Krankenversicherung hilft den Privatkassen“… -so titelt das Magazin Spiegel online…

„…Die Finanzreform des gesetzlichen Gesundheitssystems könnte der privaten Krankenversicherung neue Kunden zutreiben. ‚Es besteht für die gesetzlichen Kassen die Gefahr, dass viele freiwillig Versicherte sich überlegen werden, ob sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt‘, sagte Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

In der nächsten Woche will das Bundeskabinett ein Gesetz absegnen, das die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkasse reformiert. Der pauschale Zusatzbeitrag, den finanzklamme Kassen notfalls erheben mussten, soll von 2015 an abgeschafft werden.

Der allgemeine Beitragssatz wird dann auf 14,6% festgeschrieben.

Die Kassen dürfen darüber hinaus einen neuen Zusatzbeitrag erheben, der sich prozentual am Einkommen der Versicherten orientiert. Langfristig müssen die Mitglieder dabei mit steigenden Beitragssätzen rechnen. ‚Bis 2017 wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag um 1,3 bis 1,5 Prozentpunkte ansteigen‘ schätzt Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen.

Für gutverdienende freiwillig Versicherte könnte damit aber ein Anreiz entstehen, sich in der privaten Krankenversicherung (PKV) abzusichern. Das Gesetz werde ‚aufputschende Wirkung in Richtung PKV entfalten, sagte der Vorstand der gesetzlichen Krankenkasse BIG direkt gesund, Peter Kaetsch. ‚Man darf bezweifeln, ob der Gesetzgeber das beabsichtigt hat‘.

Mit der Finanzreform entfällt für finanzstarke Kassen auch die Option, Versicherte durch Prämienversprechen anzuwerben. Die Möglichkeit der Krankenkassen, ihren Mitgliedern Prämien auszuzahlen, werde abgeschafft, heißt es im Gesetzentwurf. Nach Recherchen des Magazins profitierten in diesem und dem vergangenen Jahr rund acht Millionen Kassenmitglieder von einer Beitragsrückerstattung….“

Quelle: Spiegel online, 23.März 2014